Wissen kompakt

EU-Taxonomie und CSRD: Der Leitfaden für Unternehmen

Mit der EU-Taxonomie und der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) kommen die bisher umfangreichsten Berichtspflichten und Finanzierungskriterien für Kredite auf KMU zu. Die IHK Berlin versorgt Sie in den kommenden Jahren mit kompakten Informationsangeboten rund um die neue Klassifizierung für nachhaltiges Wirtschaften.

Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Praktische Tipps
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Die CSRD fordert von Unternehmen, Umwelt-, Sozial- und Governance- Daten offenzulegen. Doch wer muss was berichten? Und bis wann? Was gilt es zu beachten? Mit welchem Aufwand ist zu rechnen? Hier die wichtigsten Antworten im Überblick.

Unterschiede im Detail
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2050 soll Europa der erste klimaneutrale Kontinent sein. Damit das gelingt, hat die EU den Green Deal ins Leben gerufen. Die EU-Taxonomie und die Corporate Sustainability Reporting Directive sind zwei Werkzeuge, mit denen die große Transformation gemeistert werden soll. Wir erklären, was die Werkzeuge können und wie sie sich unterscheiden.

Hintergrund
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Auch wenn kleine Unternehmen erst ab 2026 über ihre Nachhaltigkeitsleistung berichten müssen und Kleinstunternehmen von der Berichtspflicht befreit sind: Nachhaltiges Wirtschaften ist auch ohne die CSRD eine Chance. Die fünf wichtigsten Wettbewerbsvorteile im Überblick.

Video und Bildergalerie
2024-06-20-EU-Taxonomie-Kompakt-008 © Konstantin Gastmann – IHK Berlin

Warum sich unsere Info-Veranstaltungen zur EU-Taxonomie auch für Sie lohnen!

IHK Berlin

Weiterbildungen zur EU-Taxonomie

Nachhaltige Geschäftsmodelle

Social Economy in Berlin

Berlin spielt als Standort für die Sozialökonomie eine besondere Rolle. Über 26 Prozent aller befragten Unternehmen des Deutschen Social Entrepreneurship Monitors 2024 haben ihren Sitz in Berlin. Dieser hohe Anteil ist die Folge der langen Geschichte von sozialen und solidarischen Unternehmen sowie Genossenschaften in der Stadt. Die IHK Berlin bietet Unternehmen der Social Economy Informationen und Vernetzung an.

Soziale Unternehmen in Berlin

Was sind soziale Unternehmen? Eine genaue Abgrenzung ist schwierig, aber ein gemeinsames Verständnis gibt es seit einigen Jahren. Seit 2020 läuft das Projekt „Social Economy Berlin“, das von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gefördert wird. In dessen Broschüre „Soziale Unternehmen in Berlin“ wird der Sektor so beschrieben:
Soziale Ökonomie ist eine Art des Wirtschaftens, bei der der sozial-ökologische Mehrwert im Mittelpunkt aller unternehmerischen Bemühungen steht. Mit der Verpflichtung zum Gemeinwohl werden soziale, ökologische Zielsetzungen gesetzt und verfolgt. Unter Sozialer Ökonomie subsumieren wir alle Strömungen und Ausprägungen Sozialer Unternehmen, vom Social Start-up bis hin zum solidarischen Kollektivbetrieb.
Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe hat im Juli 2023 einen Kriterienkatalog veröffentlicht, um die Definition zu schärfen. Diese Kriterien können in Zukunft beispielsweise den Zugang zu Förderung und Finanzierung erleichtern.
Die StudieSoziale Unternehmen in Berlin. Bestandsaufnahme, Bedarfs- und Potenzialanalyse liefert erstmals umfassende Daten zu Anzahl, Struktur sowie zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutung sozialer Unternehmen in der Hauptstadt. Die Studie wurde von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe in Auftrag gegeben. Laut Studie existieren in Berlin bei enger Definition branchenübergreifend rund 3.000 Soziale Unternehmen aus dem Handelsregister, etwa 2 % aller Betriebe. Zusammengenommen erzielen sie schätzungsweise 5,2 bis 6 Milliarden Euro Umsatz, ein signifikanter Beitrag zur Berliner Wirtschaft. Lockert man die Definition, kommt die Studie sogar auf etwa 8.000 soziale Unternehmen aus dem Handelsregister.
Über den Austausch zum Thema Sozialökonomie, Workshops für die Akteure der Social Economy in der IHK Berlin und die Unterstützung bei Schulungen haben die IHK Berlin und „Social Economy Berlin“ in den letzten Jahren eine Zusammenarbeit aufgebaut.
Auch Informationsveranstaltungen zu Förderprogrammen haben in den letzten Jahren stattgefunden. Mit „BBBsocial“ gibt es in Berlin ein spezielles Angebot für die Social Economy. Auch viele weitere Berliner Förderprogramme sind über die Investitionsbank Berlin zugänglich.
Die Plattform für Soziale Innovationen und Gemeinwohlorientierte Unternehmen (SIGU-Plattform) bietet eine bundesweite Anlaufstelle für die Social Economy, nützliche Informationen für Akteure und Unternehmen und einen Förderfinder.
Sie möchten ein Sozialunternehmen in Berlin gründen und haben erste Fragen zum Vorgehen? Dann nutzen Sie unsere Orientierungsberatung – kompakt, unkompliziert und online. Mehr Informationen

Roundtable Social Economy

Im Mai 2026 fand unter dem Titel „Mehr Wirkung durch Raum und Vernetzung: Innovative Flächennutzung für eine starke soziale Ökonomie“ ein Round Table Social Economy im KiezLab Berlin statt. Die wichtigsten Punkte in der Diskussion zu den Flächenbedarfen von Sozialunternehmen waren: Der Zugang zu geeigneten Flächen (z.B. Büroräume oder Gewerberaum), Innovative Flächennutzungskonzepte, darunter Community Spaces. Für die Etablierung solcher Spaces, braucht es ein erfolgreiches Zusammenspiel von Wirtschaft, Politik und Verwaltung, sowie Möglichkeiten der Zwischennutzung und Mehrfachnutzung.
Seit 2023 finden regelmäßig Roundtables zum Thema Social Economy in der IHK Berlin statt. Hierzu ein Bericht vom ersten Roundtable am 1. März 2023:
Berlin ist die Hauptstadt der Sozialökonomie – aktuell stimmt das, aber wie kann diese Spitzenposition in Zukunft gehalten und ausgebaut werden? Diese und weitere Fragen wurden beim Roundtable Social Economy am 1. März 2023 aufgeworfen. Teilgenommen haben rund 20 Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen und von Akteuren wie dem Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND) und dem Projekt „Social Economy Berlin“.
Sich über die Zukunft auszutauschen war das Ziel des Round Tables, bei dem sich die Social Economy erstmals unter dem Dach der IHK Berlin auf Einladung von IHK-Präsident Sebastian Stietzel und Vizepräsident Stefan Spieker getroffen hat. Die Diskussion bildete den Startschuss, um wichtige Themen der Sozialökonomie zu identifizieren und daraus politische Positionen zu entwickeln.
Neben der politischen Stimme wurde auch über die Sichtbarkeit von Social-Economy-Unternehmen diskutiert. Hier ist auch das Stadtmarketing gefragt, den Blick auf die Chancen und Erfolge der Berliner Sozialökonomie freizulegen. Auch die Erhebung und Auswertung verlässlicher Daten zu dem Sektor würde die Relevanz unterstreichen und die Sichtbarkeit erhöhen. Nicht zuletzt hat die IHK Berlin im Round Table auch die Bedarfe der Unternehmerinnen und Unternehmer für die eigene Arbeit aufgenommen.
Der Bedarf für eine weitere Zusammenarbeit wurde direkt in kleinerer Runde in einem zweiten Austausch am 17. März umgesetzt, wo die Schwerpunkte der politischen Arbeit im Fokus standen. Die wichtigsten Punkte in der Diskussion waren: Den Berliner Standort noch besser nutzbar machen, bezahlbare Gewerberäume schaffen, öffentliche Vergabe als Türöffner für soziale Innovationen nutzen, die Sichtbarkeit der Sozialen Ökonomie steigern, das Wirkungsmanagement in Unternehmen unterstützen, Beratungs-, Unterstützungs- und Vernetzungsangebote stärken sowie den Zugang zu Finanzierung und Förderung verbessern.
Biologische Vielfalt

Berliner Bündnis für Biodiversität

Biologische Vielfalt ist die Grundlage wirtschaftlicher Stabilität. Unternehmen stehen heute vor der Aufgabe, ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichem Erfolg zu verbinden. Mit dem Bündnis für Biodiversität engagieren sich Unternehmen für den Erhalt und die Förderung biologischer Vielfalt in der Hauptstadtregion. Das Ziel: Biodiversität systematisch in unternehmerisches Handeln integrieren – praxisnah, strategisch und umsetzbar.
Das Bündnis unterstützt dabei, Biodiversität als Teil unternehmerischer Verantwortung zu verstehen und wirksam in Geschäftsprozesse zu integrieren. Durch praxisnahe Webinare, Vernetzungsevents und individuelle Coachings erhalten die Mitglieder des Bündnisses wertvolles Wissen und konkrete Handlungsempfehlungen.

Die wichtigsten Fragen kurz erklärt

Unser gemeinsames Selbstverständnis

Die Mitgliedsunternehmen verpflichten sich zu einem klaren Handlungsrahmen:
  • Wir verstehen unsere Wirkung
    Wir analysieren, wie unser Unternehmen Ökosysteme beeinflusst und identifizieren konkrete Verbesserungspotenziale.
  • Wir setzen klare Ziele
    Gemeinsam mit Fachexpertinnen und -experten entwickeln wir passgenaue Biodiversitätsziele und integrieren sie in unsere Unternehmensstruktur.
  • Wir handeln konkret
    Wir setzen mindestens eine Maßnahme um oder bringen sie aktiv auf den Weg.
  • Wir bauen Kompetenz auf
    Wir lernen voneinander und entwickeln eine biodiversitätsbewusste Unternehmenskultur.
  • Wir teilen Wissen
    Wir geben Erfahrungen weiter und inspirieren andere Unternehmen zur betrieblichen Biodiversitätsförderung.


IHK Berlin

Förderung für Nachhaltigkeit

Das Angebot an Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten auf Bundes- und Landesebene zum Thema Nachhaltigkeit ist vielschichtig. Vor diesem Hintergrund geben wir Ihnen einen Überblick und eine bedarfsorientierte Auswahl an Förderprogrammen.

Die jeweiligen Ansprechpersonen innerhalb der IHK finden Sie beim jeweiligen Programm.

Förderprogramme für Elektromobilität und Ladestationen

Elektromobilität ist ein wichtiger Schlüssel zur nachhaltigen Mobilität. Immer mehr Unternehmen in der Hauptstadt leisten ihren Beitrag, um die Lärm- und Schadstoffbelastung im Wirtschaftsverkehr zu reduzieren. Egal ob Fuhrpark oder Lastenrad: Berliner Unternehmen können von verschiedenen Anreizen zur Förderung der gewerblichen E-Mobilität profitieren.

Förderprogramme Energie und Umwelt

Wer Energie spart, schont Ressourcen und senkt zugleich Kosten. Unternehmen können ihre Energieeffizienz durch verschiedene förderfähige Maßnahmen steigern. Neben der energetischen Optimierung von Gebäuden, Anlagen und Prozessen kann auch die Nutzung von erneuerbaren Energien und deren Abwärme sinnvoll sein.

Förderung Kreislaufwirtschaft

Um natürliche Ressourcen zu schonen, kommt der Schaffung geschlossener Stoffkreisläufe eine hohe Bedeutung zu. Eine moderne Abfall- und Kreislaufwirtschaft trägt hierzu einen sehr wichtigen Teil bei. Denn sie sorgt dafür, dass anfallende Abfälle einer erneuten Verwendung oder einer möglichst hochwertigen Verwertung zugefügt werden. Produkte müssen darüber hinaus von Anfang an so gestaltet werden, dass sie am Ende ihres Lebenszyklus möglichst vollständig wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden können.

Förderung von Beratungsleistungen

Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)

Die Förderdatenbank ermöglicht eine komfortable Suche nach Förderprogrammen aus Bund, Ländern und der EU. Die Suche kann anhand von Förderkriterien wie Fördergebiet, Förderberechtigte, Förderbereich und Förderart sowie der Unternehmensgröße gefiltert werden. Hierdurch wird die sehr breite Förderlandschaft auf die für Sie passenden Programme eingegrenzt.
Sie können einfach einen Suchbegriff in das dafür vorgesehene Feld eingeben oder dieses Feld leer lassen und die Suche bestätigen, um die erweiterten Filteroption angezeigt zu bekommen. Letzteres eignet sich besonders, wenn Sie sich einen generellen Überblick verschaffen möchten oder einfach mal zu bestimmten Förderthemen stöbern möchten. Auch zum Thema Nachhaltigkeit können Sie hier zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten finden, wenn Sie beispielsweise den Förderbereich auf “Energieeffizienz und Erneuerbare Energien” oder “Umwelt- & Naturschutz” eingrenzen.
Die recherchierten Programme sind dann so aufbereitet, dass Sie in einer Kurzzusammenfassung schnell einen Überblick bezüglich der wichtigsten Informationen erhalten. Also unter anderem was, wer und wie gefördert wird. Ergänzt wird diese Zusammenfassung durch Zusatzinfos und die rechtlichen Grundlagen. Darüber hinaus finden Sie hier die Links zu den externen Programmseiten und die Kontaktangaben der jeweiligen Ansprechpartner.
Probieren Sie am besten selbst einmal die Förderdatenbank des BMWK aus und finden Sie passende Programme für Ihr Unternehmen zu verschiedensten Förderbereichen.