Kammerpartnerschaft Mosambik
Erfolgreicher Abschluss der ersten Phase: Seit 2023 kooperiert die IHK Chemnitz mit der Bergbaukammer Mosambik in einer geförderten Kammer- und Verbandspartnerschaft (KVP). Mit Unterstützung der deutschen Kammer wurden in Mosambik Dienstleistungen im Arbeits- und Umweltschutz aufgebaut und die Interessenvertretung, Mitgliederbetreuung sowie interne Strukturen gestärkt.
Am 1. Oktober 2026 ging die Kammerpartnerschaft in eine zweite, dreijährige Phase. Weiterhin fördert sie den nachhaltigen Bergbau in dem rohstoffreichen, afrikanischen Land. Daneben vertieft sie die bilaterale Wirtschaftszusammenarbeit.
Fortschrittsbericht: erfolgreiche Zwischenbilanz
Im März 2026 prüfte der unabhängige Gutachter Rolf Speit die Ergebnisse der ersten drei Jahre in der Kammer- und Verbandspartnerschaft. Seine wichtigsten Erkenntnisse:
- Schulungen im Kleinbergbau:
Die Bergbaukammer entwickelte mit der Aufsichtsbehörde IGREME Schulungen zu Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, - auch als wichtige Voraussetzung für künftige Bergbaulizenzen. - Nachhaltiger Bergbau:
Mit über 60 Mitgliedern vertritt die Kammer den gesamten Sektor und stärkt durch gezielte Dienstleistungen Umwelt- und Sozialstandards sowie das Branchenimage. - Starke Interessenvertretung:
Das Projekt stärkte die Rolle der Kammer als Sprachrohr der Branche. Sie wird regelmäßig zu Regierungskonsultationen eingeladen und veröffentlicht eigene Positionspapiere.
Dokumentation der ersten Phase (2023 - 2026)
Wirkungslogik, Relevanz und Erfahrungsberichte aus der ersten Phase der Kammerpartnerschaft sind mit zahlreichen Bildern in der Dokumentation „Wege zum nachhaltigen Bergbau in Mosambik“ festgehalten. Der Bezug der Studie ist ab Dezember 2026 möglich.
Aktuelle Studien Mosambik
Mosambik ist mit seinen reichen Rohstoffvorkommen und rund 2.700 km Küste ein attraktiver Zukunftsmarkt und wichtiges Tor zum südlichen Afrika.
Welche Chancen sich für sächsische Unternehmen bieten, zeigt die Marktstudie Mosambik (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 1283 KB)(2025 im Auftrag der IHK Chemnitz erstellt).
Aktuelle Informationen zum Bergbausektor liefert die Broschüre “The Mining Sector in Mozambique” (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 3416 KB).
Welche Chancen sich für sächsische Unternehmen bieten, zeigt die Marktstudie Mosambik (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 1283 KB)(2025 im Auftrag der IHK Chemnitz erstellt).
Aktuelle Informationen zum Bergbausektor liefert die Broschüre “The Mining Sector in Mozambique” (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 3416 KB).
Schwerpunkte der zweiten Phase bis September 2029
- Nachhaltiger Bergbau:
Gemeinsam mit der Aufsichtsbehörde IGREME schult die Bergbaukammer Mosambik weiterhin im Arbeits-, Gesundheits-, und Umweltschutz mit besonderem Fokus auf den Abbau von Gold. Auf Panels und Runden Tischen informiert die Kammer zu best practice im nachhaltigen Bergbau und diskutiert neue Verfahren. - Deutsch-mosambikanische Wirtschaftsbeziehungen:
Nach der erfolgreichen Unternehmerreise nach Mosambik im September 2026 mit 19 Teilnehmern werden im Juni 2027 mosambikanische Wirtschaftsvertreter in Chemnitz erwartet. Die Delegation nimmt an der internationalen Netzwerkkonferenz “Business trifft Afrika” teil (14.06.2027). - Export Readiness:
Die Bergbaukammer Mosambik bietet mit Unterstützung des Langzeitexperten und Consultants Holger Hey gezielte Beratung für den internationalen Handel an. Davon profitieren mittelständische Unternehmen im mosambikanischen Bergbau und verwandten Bereichen sowie der deutsche und europäische Mittelstand. - Cluster und local content:
Die Stärkung der Wertschöpfungsketten im Land ist das erklärte Ziel der neuen mosambikanischen Regierung unter Präsident Daniel Chapo. Daraus ergeben sich konkrete Chancen für die deutsche Wirtschaft, sich mit ihren Technologien am Aufbau von Logistik und Verarbeitung im Land zu beteiligen. Die Partner erarbeiten Strategien für erfolgreiche Wirtschaftscluster nach deutschem Vorbild.
Sachsen und Mosambik – eine Partnerschaft mit Geschichte und Zukunft
Bereits in den 1970er kamen viele Mosambikaner als Vertragsarbeiter oder für ein Studium in die DDR. Aus dieser Zeit stammt die enge Verbindung nach Mosambik bis heute. Mosambik finanziert die Ausbildung von rund 40 Bachelor- und Masterstudierenden an der TU Bergakademie Freiberg (TUBAF). Viele TUBAF-Alumni sind in verantwortungsvollen Positionen im Bergbau Mosambiks tätig, sprechen Deutsch und kennen die deutsche Kultur und Gepflogenheiten.
Gemeinsame Vorgängerprojekte im Bergbau
Ab 2016 engagierte sich der Freistaat Sachsen gemeinsam mit dem Sächsischen Oberbergamt in einem Bund-Länder-Projekt in Mosambik. Ziel war die Gründung einer Inspektion im Bergbau, der Aufbau des zentralen Grubenrettungswesens sowie die Ausbildung von Inspektoren. Zur aktuellen Kammerpartnerschaft wurde 2022 in einem Vorprojekt die Grundlage gelegt, indem die mosambikanische Kammer erste Strukturen und Mitglieder aufbaute.
Das Projekt wird gefördert von der Sequa gGmbH mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Ziel ist die Bekämpfung von Armut durch Förderung einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung in den Partnerländern.