Medieninformation vom 4. November 2025
IHK-Arbeitskreis Zoll: US-Zollpolitik und aktuelle Entwicklungen im Außenwirtschaftsrecht belasten Unternehmen
Die aktuellen Entwicklungen in der internationalen Handelspolitik haben direkte Auswirkungen auf die exportorientierte Wirtschaft in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg. Um angemessen auf die Folgen der US-Zollpolitik und auf Neuerungen in der Außenwirtschaft zu reagieren, hat sich der IHK-Arbeitskreis Zoll bei der Heinrich Kipp Werk GmbH & Co. KG in Sulz am Neckar getroffen.
Als Gastgeber begrüßte Geschäftsführer Alexander Kruppa rund 40 Zollverantwortliche, die in den Unternehmen aus der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg den internationalen Warenverkehr abwickeln. Jessika Hess, die die Abteilung Zoll & Außenwirtschaft leitet, rückte die aktuelle US-Zollpolitik und deren direkte Auswirkungen auf das operative Tagesgeschäft exportorientierter Unternehmen in den Fokus. Besonders für international agierende Mittelständler stellten die zunehmend komplexen und teils kurzfristig geänderten Zollvorgaben der USA eine erhebliche Herausforderung dar.
Unternehmen hätten mit zusätzlichen bürokratischen Anforderungen, längeren Lieferzeiten und steigenden Kosten zu kämpfen – Faktoren, die sich direkt auf Wettbewerbsfähigkeit und Planungssicherheit auswirkten. Die Mitglieder im Arbeitskreis nutzten die Gelegenheit, um intensiv über pragmatische Strategien zu diskutieren. Es sei unabdingbar, gezielte Prozessanpassungen vorzunehmen, die Kommunikation mit Partnern und Behörden zu intensivieren und interne Expertise im Zollmanagem
ent aufzubauen, so das Fazit der Teilnehmenden.
Die internationalen Handelspolitik und die Auswirkungen auf die exportorientierte Wirtschaft waren Thema des Treffens des IHK-Arbeitskreises Zoll beim Heinrich Kipp Werk in Sulz.
Zudem berichtete Bernd Seemann von der Aesculap AG in seiner Funktion als Vorsitzender des IHK-Arbeitskreises über die neuesten Entwicklungen im internationalen Außenwirtschaftsrecht. Im Fokus standen beispielsweise die CBAM-Regulatorik, ein Instrument der Europäischen Union zur CO2-Bepreisung, die EU-Entwaldungsverordung (EUDR), neue Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit den Mercosur Staaten und Indonesien sowie aktuelle Sanktionen gegenüber Russland und Iran.
Jörg Hermle, Außenwirtschaftsexperte bei der IHK, informierte die Teilnehmenden über die Änderungen bei der digitalen Ausstellung von Ursprungszeugnissen und Bescheinigungen. Zudem kündigte er an, dass im ersten Halbjahr 2026 ein Testverfahren für die Volldigitalisierung des Zollpassierscheinheftes Carnet ATA/CPD durchgeführt werde.
Die nächste Arbeitskreissitzung findet im ersten Quartal 2026 im Haus der Wirtschaft bei der IHK statt. Bei Interesse am Arbeitskreis Zoll oder an weiteren Arbeitskreisen wie dem Netzwerk International für Exportleiter und strategischer Einkauf global steht Jörg Hermle gerne zur Verfügung.
