Medieninformation vom 9. September 2026
Damit die Batterie nicht brennt: Hahn-Schickard entwickelt für AuToS-Projekt Gassensor für mehr Sicherheit von Lithium-Ionen-Batterien
Die Region gilt seit vielen Jahren als starker industrieller Wirtschaftsraum. Dass hier nicht nur produziert, sondern auch an Zukunftstechnologien gearbeitet wird, zeigt ein aktuelles Entwicklungsprojekt des AuToS-Netzwerks. Wie sich Unternehmen auf generell veränderte Rahmenbedingungen einstellen können, ist ein Schwerpunkt im AuToS-Netzwerk der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg. Das von der IHK initiierte und vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Projekt begleitet regionale Automobilzulieferer bei den Veränderungen der Branche. Im Netzwerk sind inzwischen rund 130 Unternehmen aktiv.
Im Rahmen des AuToS-Projekts bringt die Forschungsgesellschaft Hahn-Schickard den entwickelten Gassensor „BattMan“ ein, untersucht dessen Einsatz und stellt diese Ergebnisse regionalen Unternehmen zur Verfügung. Der Sensor soll als Teil des Batteriemanagementsystems kritische Zustände in Lithium-Ionen-Batterien frühzeitig erkennen und damit einen wichtigen Beitrag zur Batteriesicherheit leisten. Dazu überwacht der Sensor die Gaszusammensetzung in und um die Batteriezelle. Verändert sie sich auffällig, kann das System bereits warnen, bevor es zu einer gefährlichen Entwicklung kommt.
Gerade bei Lithium-Ionen-Batterien ist eine möglichst frühe Erkennung entscheidend. Entwickelt sich ein Batteriebrand, entstehen innerhalb kurzer Zeit sehr hohe Temperaturen. Ein Frühwarnsystem kann deshalb wertvolle Zeit verschaffen, um geeignete Schutzmaßnahmen einzuleiten.
„Die besondere Herausforderung bei der Entwicklung lag darin, ein Sensorsystem zu schaffen, das sehr frühe Veränderungen in der Batterieumgebung zuverlässig erkennt und gleichzeitig für zukünftige Anwendungen skalierbar bleibt. Mit dem BattMan-Demonstrator konnten wir z
eigen, dass die Gasüberwachung ein vielversprechender Ansatz für mehr Sicherheit bei Lithium-Ionen-Batterien ist“, erklärt Muhammad Ahsan, Entwickler bei Hahn-Schickard.
Der derzeitige Demonstrator wird nun in weiteren Entwicklungsschritten unter anwendungsnahen Bedingungen getestet und weiterentwickelt. Ziel ist es, die Zuverlässigkeit des Systems nachzuweisen und den Weg in zukünftige Anwendungen vorzubereiten.
Für das AuToS-Netzwerk steht das Projekt beispielhaft für die Innovationskraft der Region. „Gerade Zukunftsthemen wie Batteriesysteme, Sensorik und intelligente Sicherheitstechnologien zeigen, welches Potenzial in der Region steckt“, betont Ahsan.
„Innovationen entstehen nicht nur in den großen Metropolregionen. Mit Partnern wie Hahn-Schickard zeigen wir, dass auch im Schwarzwald-Baar-Heuberg Zukunftstechnologien für die Mobilität von morgen entwickelt werden. Genau dafür steht unser Netzwerk“, ergänzt AuToS-Projektleiter Martin Schmidt. Mit diesen Kooperationen entstehen so Technologien, die weit über die Region hinaus Bedeutung gewinnen können und gleichzeitig den Innovationsstandort Schwarzwald-Baar-Heuberg stärken.
