Medieninformation vom 19. Januar 2026
Zusätzliche Belastung für den Mittelstand: IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos zu den SPD-Vorschlägen zur Reform der Erbschaftsteuer
„Der von der SPD vorgestellte Entwurf zur Reform der Erbschaftsteuer schafft zusätzliche Belastungen bei der Betriebsübergabe vor allem für die mittelständischen Familienunternehmen und vernichtet Arbeits- und Ausbildungsplätze“, warnt IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos. Das Konzept sei Gift für den Standort und offenbare ein mangelndes Verständnis für die Struktur und Bedeutung des Mittelstandes.
„Der vorgesehene Freibetrag für Unternehmen von fünf Millionen Euro ist unverhältnismäßig niedrig, sodass in den meisten Fällen erhebliche Steuerzahlungen fällig würden. Schon ein typischer Produktionsbetrieb mit Grundstück, Maschinen und Fuhrpark überschreitet diese Grenze deutlich, und zwar ohne, dass es sich um einen Großkonzern handelt. Der SPD-Vorschlag erweist sich bei näherem Hinsehen als politisches Feigenblatt, keinesfalls aber als tragfähige Option für Familienunternehmen. Auch die vorgesehenen Stundungsmöglichkeiten helfen der nächsten Generation von Unternehmeri
nnen und Unternehmern wenig, weil die Finanzierung von Investitionen durch die über einige Jahre gestreckt abzutragende Steuerschulden deutlich erschwert werden“, so Hakenjos.
„Die Lage der Wirtschaft ist äußerst schwierig. Diese Erkenntnis scheint in der Koalition noch nicht bei allen angekommen zu sein“, kritisiert Birgit Hakenjos. Statt die Wirtschaft weiter zu belasten und Arbeits- und Ausbildungsplätze zu gefährden, müsse die Regierung wie angekündigt alles unternehmen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. „Das SPD-Konzept zur Reform der Erbschaftsteuer ist jedoch der Weg in die falsche Richtung.“
