Medieninfomation vom 19. März 2026

Für grenzüberschreitende Wirtschaftsbeziehungen: Schweizer Generalkonsul besuchte regionale Wirtschaft

Der Schweizer Generalkonsul Istvan Kocsis traf sich mit Vertretern der regionalen Wirtschaft. Themen im Haus der Wirtschaft in Villingen-Schwenningen waren die Schienenachse Stuttgart–Zürich, das neue Schweiz–EU Abkommenspaket sowie Investitionschancen in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg. Dabei zeigte sich deutlich: Schweiz, Baden-Württemberg und die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg verbindet sehr viel – kulturell, wirtschaftlich und mit Blick auf die gemeinsamen Zukunftsaufgaben.
„Wir teilen viel miteinander und sind praktisch nur durch den Rhein getrennt“, brachte IHK-Vizepräsident Dr. Steffen P. Würth die enge Beziehung zur Schweiz auf den Punkt. Umso
besuch_schweizer_generalkonsul_ihk_2026
wichtiger sei es, bestehende grenzüberschreitende Verbindungen zu pflegen und weiter auszubauen, insbesondere bei der Verkehrsinfrastruktur. „Die Gäubahn ist eine internationale Hauptverkehrsachse von Genua bis Rotterdam. Dass die Schweiz seit Jahrzehnten auf den Ausbau der deutschen Streckenabschnitte wartet, beeinträchtigt die Glaubwürdigkeit des Schienenverkehrs und die wirtschaftliche Entwicklung aller beteiligten Länder. Im Deutsch-Schweizer Wirtschaftsbündnis setzen wir uns weiter für den Ausbau der Verbindung ein“, so Würth. Für die regionalen Unternehmen habe zudem das Zollamt Bargen herausragende Bedeutung: „Der einzige Zollübergang in der Region ist für unsere Betriebe ein entscheidender Standortfaktor.“
Generalkonsul Istvan Kocsis hob die große Bedeutung des Landes hervor: „Baden-Württemberg ist für die Schweiz ein zentraler Partner. Rund 1.800 Schweizer Unternehmen sind hier aktiv und schaffen Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze.“ Besonders würdigte er, dass Baden-Württemberg als einziges Bundesland eine eigene Schweiz-Strategie entwickelt habe: „Das ist Ausdruck gelebter Nachbarschaft mit gemeinsamen Zielen. Dafür sind wir sehr dankbar.“
Mit Blick auf die Zukunft formulierten die Unternehmensvertreter klare Erwartungen: Der Abbau von Handelshemmnissen und gegenseitige Investitionen seien entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit beider Seiten. Das am 2. März vorgestellte Abkommenspaket, das die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen modernisieren soll, sei ein zentrales Vorhaben und müsse zügig ratifiziert werden. Zudem wolle man sich künftig noch enger und zeitnaher über Entwicklungen informieren, die die jeweils andere Seite betreffen.