Medieninformation vom 5. August 2026
IHK-Sommerempfang im Haus der Wirtschaft in Villingen-Schwenningen: Spiegellächeln und Gegenwelten
Warum der Mittelstand Mannschaftssport ist, und was es braucht, um in diesem Team mitzuspielen, das stand beim IHK-Sommerempfang im Mittelpunkt. Präsidentin Birgit Hakenjos dankte allen, die sich für den Wirtschaftsstandort engagieren.
Er ist Jahr für Jahr eine gute Gelegenheit, sich zu begegnen, miteinander ins Gespräch zu kommen, und Gedanken auszutauschen: der Sommerempfang der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg im Haus der Wirtschaft in Villingen-Schwenningen. Und auch dieses Mal konnten Birgit Hakenjos und Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez wieder gut 500 Gäste aus Politik und Wirtschaft begrüßen. Das Haus der Wirtschaft platzte schier aus allen Nähten. Und den Gästen gefiel es, bei leckeren Getränken, gutem Essen und ganz ohne Termindruck den Abend genießen zu können.
IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos machte deutlich, dass Land und Wirtschaft bei ihren Gesprächen mit Unternehmern dieser Tage im Fokus stünden. Viele würden sich fragen, „wo wir stehen, was sich ändern muss, und wie man wieder mehr Zuversicht gewinnen kann“, informierte sie und verglich den Mittelstand mit Mannschaftssport. „Wer in diesem Team mitspielen will, braucht Einsatz, Ausdauer und den Mut, Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig lebt der Mittelstand vom Wettbewerb“, so die Präsidentin. Wer seine Kunden überzeuge, Chancen nutze und nach Rückschlägen wieder nach vorne blicke, der sei erfolgreich. „Jammern bringt uns nicht weiter. Entscheidend ist, jeden Tag gute Arbeit zu leisten – innovativ, verlässlich und mit dem Blick nach vorn“, sagte sie und dankte den Gästen für ihren unternehmerischen Mut.
Weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen, wettbewerbsfähige Energiepreise, eine leistungsfähige Infrastruktur und ausreichend Fachkräfte, das seien die Herausforderungen, die es anzupacken gelte. Aber das könne nur gelingen, wenn alle im Team zusammenhalten würden, sagte sie und sprach Mut zu, dranzubleiben, und ins Handeln zu kommen.
Und wie dies gut gelingen kann, dafür hatte Prof. Dr. Hans-Dieter Hermann, ehemaliger sportpsychologischer Betreuer der deutschen Fußballnationalmannschaft, so manchen Tipp parat. Er sprach zum Thema „Erfolg beginnt im Kopf, Misserfolg auch“, und machte deutlich, wie wichtig Selbstmotivation dabei ist, aber auch die Kunst, seine Mitarbeitenden mitzunehmen und zu motivieren. „Denn wenn Menschen erleben, dass sie dazugehören, Anerkennung und Sicherheit bekommen, und merken, dass sie hier richtig sind, dann sind sie auch motiviert“, machte Hermann klar.
Oft sei es so eine Sache mit der Selbstmotivation, aber genau auf die komme es an. Die eigene Einstellung zähle. Ein selbstinszeniertes Spiegellächeln, oder auch „Kampflächeln“ vor einem Termin könne für Entspannung sorgen und Wunder wirken. „Probieren sie das mal aus“, riet er und machte deutlich, dass für Erfolg nicht nur Motivation, Einsatz und Power entscheidend seien, sondern ebenso die Regeneration. „Statt Zeitdruck ist Muße angesagt“, sagte er. Musizieren, Lesen und Schach spielen würden dazu führen, „dass das Gehirn ruhig wird“.
Er riet als Prävention, ganz bewusst in „Gegenwelten“ einzutauchen und bewusst zu genießen. Von Work-Live-Balance, alles irgendwie zu vermischen, ist er nicht überzeugt, sondern hier klar zu trennen. Mit vielen neuen Erkenntnissen und manchem Tipp, oder Denkanstoß im Gepäck, wandten sich die Gäste im Anschluss den kulinarischen Genüssen und dem gemütlichen Beisammensein bei sommerlichen Temperaturen zu.
